29.07.2002: Naurath / Heidweiler: circa 4 Hektar grosser Waldbrand

Am 29.07.2002 wurden wir gegen 15:45 über FME und Sirene zu einem Waldbrand nach Naurath alarmiert. Parallel wurden ebenfalls die Feuerwehren Naurath, Schweich und Hetzerath alarmiert. Nach Ankunft des Wehrleites der VG Schweich an der Einsatzstelle wurden die Feuerwehren Issel, Leiwen, Fell, Salmtal, Zemmer, Heidweiler und der ELW 2 des Landkreises Trier-Saarburg (Standort Feuerwehr Longuich) nachalarmiert. Dies war aufgrund der Ausdehnung nötig. Bis zum Eintreffen des ELW 2 wurde die Einsatzleitung durch die Feuerwehr Föhren mit MTW gestellt.

Bericht aus dem Trierischen Volksfreund

Von unserem Mitarbeiter

ELMAR KANZ

Stundenlanger Einsatz im Forst: Die Feuerwehrleute aus der Verbandsgemeinde Schweich und ihre Kollegen aus dem Umland hatten alle Hände voll zu tun, den Brand im Naurather Wald unter Kontrolle zu halten.

Foto: Elmar Kanz

NAURATH. (ka) Bei einem Großbrand im Naurather Wald waren gestern Nachmittag neun Feuerwehren und mehr als hundert Wehrleute aus den benachbarten Gemeinden im Einsatz. Menschen kamen nicht zu Schaden, die Brandursache ist noch unbekannt.

Gegen 15.30 Uhr loderten im Wald bei Naurath nahe dem "Mob-Lager" der Bundeswehr die Flammen. Gut drei Stunden war die K 36 nach Naurath voll gesperrt.

Ein Bundeswehrangehöriger hatte das Feuer entdeckt und Alarm gemeldet. Am Brandherd bot sich den Wehrleuten ein Anblick, wie er in letzter Zeit oft genug in den Fernsehnachrichten über die Mattscheiben flimmerte: Eine größere Waldfläche hatte sich entzündet.

Es gab zunächst Anlass zu größter Vorsicht. Doch die Befürchtung, in dem nur etwa zweihundert Meter entfernten Bundeswehr-Depot sei noch Munition gelagert, erwies sich als unbegründet. Nicht zuletzt deshalb, aber auch wegen der Stärke des Brandes war mit den Wehren aus Schweich, Leiwen, Issel, Föhren, Naurath, Hetzerath, Heidweiler, Zemmer und Salmtal ein Großaufgebot im Einsatz.

Alarmiert hatte man auch die Führungsgruppe des Landkreises Trier-Saarburg, und ebenfalls am Ort des Geschehens war Helmut Reis, erster Beigeordneter der VG-Schweich.

Von mehreren Seiten kreisten die Wehrleute das Feuer ein. Dabei wurden zwei je tausend Meter lange Schlauchleitungen eingesetzt. Dank guter Einsatzführung und vorbildlicher Zusammenarbeit der Wehren war der Brand nach etwa zwei Stunden unter Kontrolle.

Das Wasser kam aus der Zisterne des Bundeswehr-Depots. "Sie ist jetzt leer. Dreihundert Kubikmeter haben wir verbraucht", sagt der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Schweich, Willi Thul am frühen Abend. Die Nachbekämpfung erfordere aber immer noch eine Menge Zeit und Arbeit. Viele kleine Brandherde seien weiter gefährlich, analysierte Thul.

Das benötigte Wasser für die "Nachbearbeitung" wurde mit Feuerwehrfahrzeugen herangeschafft. Auf gut vier Hektar verbrannte Fläche schätzt Willi Thul den Schaden. Trotz allem ­ Glück im Unglück: "Bei dieser Wetterlage und der Beschaffenheit des Gehölzes hätte es noch schlimmer kommen können".

Über die Brandursache will keiner spekulieren. "Da genügt schon eine kleine Glasscherbe", um trockenes Gehölz durch die Bündelung der Sonnenstrahlung in Brand zu setzen, meinte einer der Feuerwehrleute.

Intrinet (Internetauftritt des Trierischen Volksfreundes) vom 29.07.2002

Intrinet (Internetauftritt des Trierischen Volksfreundes) vom 30.07.2002

Radio 22 vom 30.07.2002:

30.Juli.2002, 12:05:26 Uhr

Waldbrand in Naurath - 3 Hektar Fichten und Mischwald vernichtet

Mehr als 3 Hektar Wald sind bei einem Feuer in Naurath im Kreis Bernkastel-Wittlich am Montag vernichtet worden. Der Waldbrand sei von zwei Bediensteten des nahen Bundeswehrstützpunktes gemeldet worden, teilte die Polizei in Wittlich am Dienstag mit. Die Ursache für das Feuer in der Schonung mit Fichten und Mischwald war zunächst unklar. Hinweise auf Brandstiftung gab es nicht. Elf Feuerwehren waren im Einsatz. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei warnte vor erhöhter Waldbrandgefahr wegen der Trockenheit.

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