Atemschutzüberwachung - Ein Muß bei jeder Feuerwehr

Berichte von Unfällen (teilweise mit tödlichem Ausgang) im Feuerwehrdienst beim Gebrauch von Atemschutzgeräten haben Feuerwehren vor Augen geführt, wie wichtig eine funktionierende Atemschutzüberwachung ist, und daß durch sie in Kombination mit einer Sprechfunkverbindung der jederzeitige Überblick über die Lage der eingesetzten Trupps möglich ist.

Die Atemschutz-Überwachung, also die Überwachung,

  • wer (z.B. Trupp Müller, Tonner)
  • wo (z.B. Erdgeschoß, Keller)
  • wie lange (z.B. 15 Minuten)
  • mit wieviel Luft (z.B. Restdruck Müller 150 bar, Tonner 155 bar)
  • und welchem Funkgerät (z.B. Florentine 99 / 3)

im Einsatz ist, ist ein absolutes Muß für alle Feuerwehren geworden. Problem war bisher, das die auf dem Markt erhältlichen Systeme zwar gut, aber für Freiwillige Feuerwehren nicht zu bezahlen war.

Aus diesem Grund hat die Feuerwehr Föhren ein System entwickelt, welches die Atemschutzüberwachung auch für Freiwillige Feuerwehren erschwinglich macht und so einen grossen Schritt zur Sicherheit aller Atemschutzgeräteträger beiträgt.

Das Föhrener System der Atemschutzüberwachungstafel wurde mittlerweile beim Deutschen Patent- und Markenamt geprüft und unter der Nr. 400 04 259.2 angemeldet. Das bedeutet, dass jeglicher Nachbau oder Nachahmung nur mit Zustimmung der Feuerwehr Föhren erfolgen darf.

Hier sehen Sie ein Muster dieser Tafel:





Die Atemschutzüberwachungstafel besteht aus einer Magnettafel und ist 45 cm breit sowie 60 cm hoch und mit einem Alu-Profilrahmen ausgestattet. Sie eignet sich bestens um am Fahrzeug befestigt zu werden.

Die Aufteilung erfolgt in drei Felder für:

  • je eine leicht bedienbare Digitaluhr mit Alarm zur zeitlichen Überwachung
  • die Namen der Geräteträger
  • den Einsatzort und den Funkrufnamen

zur gleichzeitigen Überwachung von drei Atemschutztrupps. Dies kann natürlich auch auf sechs, neun usw. Trupps ausgeweitet werden.

Zur Digitaluhr sei noch folgendes anzumerken: Sie kann entweder im Countup- oder Countdown-Betrieb gefahren werden. Vorteil gegenüber Eieruhrsystemen (wie z.B. das Auer-System) ist, wenn die Uhr z.B. von 25 Minuten runtergezählt hat und bei Null angekommen ist, das sie automatisch weiter nach vorne zählt und nicht wie die Eieruhrsysteme stehen bleibt. Das bedeutet, auch wenn der Alarm im Einsatzlärm überhört wurde, kann die Atemschutzüberwachung direkt feststellen, wie lange seit dem vergangen sind.

Im unteren Teil der Tafel können die Namen der Geräteträger, der Einsatzort und der Funkrufnamen mittels magnethaftenden Etikettenträgern befestigt und bei Bedarf auf das entsprechende Feld gesetzt werden.

Zusätzlich ist eine leicht abwischbare Beschriftung mit einem Stift möglich.

Die Tafel wird aus zeitlichen Gründen nicht mehr vertrieben !!!

Bei dem Grosseinsatz Brand im Sägewerk Issel wurde das Föhrener System erstmals erfolgreich für mehrere Feuerwehren (insgesamt über 130 Feuerwehrleute, davon ca. 30 unter PA) eingesetzt und stand den teuren Systemen in nichts nach !


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