Analoge Alarmierung

Das Funk- und Alarmierungssystem der BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben).

Im Landkreis Trier-Saarburg wird die analoge Funkalarmierung zur Alarmierung der Einsatzkräfte benutzt.

Bei der analogen Funkalarmierung im BOS-Bereich wird als Übertragungsverfahren das "5-Ton-Folgeruf-System", ein Mehrtonverfahren, verwendet.

Hierbei wird über den normalen Sprechfunkbetriebskanal mit Hilfe eines Alarmgebers eine Sequenz aus 5 Tönen gesendet, deren Tonhöhe eine bestimmte Rufkombination wiederspiegelt, welche von den Empfangseinrichtungen (Sirenen oder Funkmeldeempfänger) ausgewertet werden kann.

Jeder dieser 5 Töne steht für eine Zahl, dem wiederrum eine bestimmte Frequenz zugeordnet ist:

0 = 2400Hz

1 = 1060Hz

2 = 1160Hz

3 = 1270Hz

4 = 1400Hz

5 = 1530Hz

6 = 1670Hz

7 = 1830Hz

8 = 2000Hz

9 = 2200Hz

So ergibt sich eine 5-stellige Ziffernfolge, mit denen man 100 000 verschiedene Ruftonfolgen generieren kann.

Beispiel:


Die 1. Ziffer der Tonfolgereihe steht für das jeweilige Bundesland. So steht die 8 für Rheinland-Pfalz.

Die 2. Ziffer wird nach Landessystematik vorgegeben und bezeichnet den Kreis bzw. die Stadt. Im Kreis Trier-Saarburg ist das die 3 für die Feuerwehren.

Die 3., 4. und 5. Ziffer werden individuell auf Landkreisebene verteilt. Die 3. Ziffer ist das die 6, welche für die Verbandsgemeinde Schweich steht. Die 4. und 5. Ziffer kennzeichnen dann unverwchselbar die jeweilige Feuerwehr. Für Föhren ist das die 51.

Für die Auslösung von Sirenen wird zur Erhöhung der Sicherheit zusätzlich ein Doppelton-Dauerruf in einer vordefinierten Länge von 5 Sekunden an den 5-Ton-Folgeruf angefügt. Die Sirene wird nur ausgelöst, wenn das Sirenensteuergerät diesen Doppelton korrekt empfängt.

Beispiel:

Man sieht hier, dass die gleiche 5-Tonfolge (im Beispiel 83651) sowohl für die Funkmelderalarmierung als auch zur Sirenenalarmierung genutzt werden kann. Jedoch reagiert der Funkmeldeempfänger auch auf die Sirenenalarmierung.


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