Fahrzeuge der Feuerwehr

Hier möchten wir all denen, die bei Begriffen wie zu Beispiel ´Florian Föhren 6/42´ nicht so recht wissen, was Sie damit anfangen sollen, eine Möglichkeit geben, diese "Fachabkürzungen" in Zukunft zu verstehen. Jedoch können auch Feuerwehrangehörige hier nochmal die genaue Aufgliederung eines Funkrufnamen und die einzelnen Kennziffern der Fahrzeuge nachschauen.
Anfangs möchten wir die Grundstruktur dieser Namengebung ein wenig erläutern. Grundsätzlich sind solche Bezeichnungen wie ´Florian Föhren 6/42´ die Funkrufnamen der einzelnen Fahrzeuge. Das heißt, das mit diesen Bezeichnungen alle Fahrzeuge eines Kreises klar voneinander unterschieden werden können und auch außerhalb der Kreisgrenzen eine genaue Zuordnung des Fahrzeuges möglich ist. Nun wollen wir mal auf die einzelnen Teile des Namens eingehen und ein wenig die Bedeutung und teilweise den Ursprung dieser Namensteile erläutern.
  • Florian

Der Namensteil Florian kommt vom Schutzpatron der Feuerwehren, dem heiligen Florian. Dieser wurde hier übernommen und zeigt, das es sich hier um ein Fahrzeug der Feuerwehr handelt. Andere Organisationen haben Ihre eigenen Namen, die spezifisch für eine Organisation stehen (z.B. das Deutsche Rote Kreuz: ´Rot-Kreuz´ oder der Malteser-Hilfsdienst: ´Johannes´). So ist eine klare Zuordnung eines Fahrzeuges zu einer bestimmten Organisation möglich.

  • Föhren

Hier erscheint immer der Orts- oder Stadtname der jeweiligen Feuerwehr.

  • 6

Im Kreis Trier-Saarburg sind die sieben Verbandsgemeinden mit Zahlen von Eins bis Sieben durchnumeriert worden. Hierbei erhielt die Verbandsgemeinde Schweich die Nummer Sechs. Da Föhren zur Verbandsgemeinde Schweich zählt, haben wir diese Sechs auch in unseren Funkrufnamen.

  • 42

Diese Ziffer bezeichnet den Fahrzeugtyp. Das heißt, mit Hilfe dieser Ziffer ist es möglich, genau zu sagen, um welche Art von Fahrzeug es sich handelt. In diesem Fall steht die 42 für ein Löschgruppenfahrzeug 8/6. Was dies genau bedeutet, darauf gehen wir später noch näher ein.

Nachdem Sie nun die Grundzüge des Aufbaus eines Funkrufnamens im Kreis Trier-Saarburg kennen gelernt haben, erklären wir Ihnen nun die einzelnen Ziffern für die Fahrzeugtypen. Hierbei wird am Anfang immer die jeweilige Gruppe der Fahrzeuge genannt und deren spezifischen Merkmale werden kurz erklärt. Die jeweils obengenannte Ziffer taucht dann auch wieder bei den einzelnen Fahrzeugen der jeweiligen Gruppe an erster Stelle auf. In der Klammer erfahren Sie jeweils die Abkürzung für dieses vorgenannte Fahrzeug.
1 Leitungs- und Führungspersonal; Einsatzleit- und Führungsfahrzeuge

Einsatzleit- und Führungsfahrzeuge sind zum Transport von Führungskräften sowie die Leitung und Koordinierung von Einsatzen gedacht. Sie verfügen über mehrer Funkgeräte, Telefon, Fax, Kartenmaterial und diversen Gerätschaften, um einen Einsatz zu leiten.

1 Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI)

2 Stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur (stv. KFI)

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11 Einsatzleitwagen 1 (ELW 1)

12 Einsatzleitwagen 2 (ELW 2)

13 Einsatzleitwagen 3 (ELW 3)

14 Führungskraftwagen (FüKW)

15 Flugbeobachter (FluB)

16 Funkkraftwagen (FuKW)

17 Geräte- und Betriebskraftwagen (GBKW)

18 Materialtransportfahrzeug (MTF)

19 Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)

2 Tanklöschfahrzeuge

Tanklöschfahrzeuge verfügen über einen eingebauten Wassertank, mit dem sich eine Primärbrandbekämpfung durchführen läßt Die Fahrzeugbesatzung besteht aus einer Staffel, das heißt insgesamt sechs Personen. Ausnahme sind Tanklöschfahrzeuge mit der Bezeichnung Tr, welche für Trupp steht. Hier besteht die Besatzung aus drei Personen.

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21 Tanklöschfahrzeug 8/18 oder 16/24 (TLF 8/18 oder TLF 16/24)

22 Tanklöschfahrzeug 8 (Bund) (TLF 8)

23 Tanklöschfahrzeug 16/25 (TLF 16/25)

24 Tanklöschfahrzeug 24/48 oder 24/50 (TLF 24/48 oder TLF 24/50)

25

26

27 Tockentanklöschfahrzeug 16 (TroTLF 16)

28 Trockenlöschfahrzeug 750 (TrLF 750)

29 Sonstige

3 Hub- und Leiterfahrzeuge

Hierzu zählen alle Fahrzeuge, welche mit einer Drehleiter oder einen Hubmast ausgestattet sind. Jedoch ist in Deutschland die Drehleiter das gebräuchlichste Fahrzeug dieser Gruppe. Bei der Abkürzung steht das ´K´für Korb, das heißt die Drehleiter verfügt über einen Korb, in dem sich Personen aufhalten können.

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31 Drehleiter 16/12 (DL 16/12)

32 Drehleiter 12-9 (DL / DLK 12-9)

33 Drehleiter 18-12 (DL / DLK 18-12)

34 Drehleiter 23/12 (DL / DLK 23/12)

35 Gelenkmast (GM)

36 Teleskopmast (TM)

37

38

39 sonstige

4 Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge

Löschgruppenfahrzeuge verfügen bis auf das Löschgruppenfahrzeug 8 und das Tragkraftspritzenfahrzeug über einen fest eingebauten Wassertank, mit dem sich wie beim Tanklöschfahrzeug eine Primärbrandbekämpfung durchführen läßt. Auf diesen Fahrzeugen sind auch oft Geräte zur schweren technischen Hilfeleistung wie zum Beispiel Schere und Spreizer zu finden. Die Fahrzeugbesatzung besteht hier jedoch aus einer Gruppe, das heißt insgesamt neun Personen. Beim Tragkraftspritzenfahrzeug besteht die Besatzung nur aus sechs Personen, jedoch ist eine Beladung für neun Personen auf diesen Fahrzeugen vorhanden.

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41 Löschgruppenfahrzeug 8 (LF 8)

42 Löschgruppenfahrzeug 8/6 (LF 8/6)

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44 Löschgruppenfahrzeug 16 oder 16/12 (LF 16 oder LF 16/12)

45 Löschgruppenfahrzeug 16-TS (LF 16-TS)

46 Löschgruppenfahrzeug 24 (LF 24)

47 Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)

48 Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W)

49 sonstige

5 Rüst- und Gerätewagen

Rüst- und Gerätewagen sind Allradfahrzeuge zur technischen Hilfeleistung und haben Geräte zur schweren technischen Hilfeleistung wie zum Beispiel Schere und Spreizer auf dem Fahrzeug. Des weiteren besteht die Besatzung aus drei Mann. Ein Stromerzeuger sowie ein Lichtmast sind meist fest eingebaut.

50 Vorausrüstwagen (VRW)

51 Rüstwagen 1 und 2 (RW 1 / RW 2)

52 Dekontaminationsmehrzweckfahrzeug (DMF)

53 Gerätewagen (GKW)

54 Gerätewagen Gefahrgut 1/ Gerätewagen Öl (GW-G1 / GW-Öl)

55 Gerätewagen Gefahrgut 2 (GW-G2)

56 Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz (GW-AS)

57 Gerätewagen Wasserrettung (GW-W)

58 Meßtruppfahrzeug Gefahrstoff (Mef-G)

59 Meßtruppfahrzeug Strahlenschutz (Mef-S)

6 Schlauch und Wechselladerfahrzeuge

Schlauchfahrzeuge transportieren große Mengen Schlauchmaterial. Sie sind für die Verlegung von langen Schlauchstrecken gedacht. Wechselladerfahrzeuge sind Fahrzeuge mit festmontierter Wechsel-Ladeeinrichtung

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61 Schlauchwagen 1000 (SW 1000)

62 Schlauchwagen 2000 (SW 2000)

63 Schlauchwagen 2000 Tr (SW 2000 Tr)

64 Schlauchtransportfahrzeug (STW)

65 Wechselladerfahrzeug (WLF)

66

67

68

69 sonstige

7 Sonstige Feuerwehrfahrzeuge

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71 Feuerwehrkran (FwK)

72 Kleineinsatzfahrzeug

73 Mehrzwecktransportfahrzeug mit Ladebordwand (MZF)

74 Lastkraftwagen (LKW)

75 Gerätewagen Licht (GW-Li)

76 Rettungshundefahrzeug (RHF)

77

78 Löschboot (LB)

79 Mehrzweckboot (MZB)

8 Fahrzeuge des Rettungsdienstes

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81 Notarztwagen (NAW)

82 Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

83 Rettungswagen (RTW)

84

85 Krankentransportwagen (KTW)

86 Hilfskrankentransportwagen (HKTW)

87 Großraum-Krankentransportwagen (GKTW)

88 Rettungsboot (RTB)

89 sonstige

9 Zur besonderen Verwendung
Wir hoffen, Ihnen hiermit ein kleinen Einblick die Welt der Abkürzungen bei Fahrzeugen der Feuerwehr vermittelt zu haben Wenn jedoch noch weiterhin Fragen bestehen, dann schicken Sie uns eine kleine Mail an Info@Ffw-Foehren.de. Wir werden diese so schnell wie möglich versuchen zu beantworten.

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