Geräte der Feuerwehr
| Wir wollen euch hier die Ausrüstungsgegenstände einer Feuerwehr erklären, damit Ihr euch von so manchem gehörten auch mal ein Bild machen könnt.Wie immer gilt: offene Fragen einfach per Email an Info@FFw-Foehren.De . |
| C-Strahlrohr
C-Stahlrohre können 100 Liter Wasser (200 Liter ohne Mundstück) pro Minute abgeben. Sie werden sowohl im Innenangriff als auch im Aussenangriff eingesetzt. Auf dem Bild ist ein CM-Strahlrohr zu sehen, wobei hier das "M" für Mannschutzbrause steht. Das heißt, dass hier mit einem Regler vorne am Strahlrohr eine feine Wasserwand erzeugt werden kann, um den vorgehenden Trupp vor zum Beispiel Hitze zu schützen. Grundsätzlich ist mit einem C-Strahlrohr ein Sprüh- und ein Vollstrahl möglich. |
| B-Strahlrohr
B-Strahlrohre können 400 Liter Wasser (800 Liter ohne Mundstück) pro Minute abgeben. Sie werden in der Regel nur im Aussenangriff benutzt. Um ein B-Strahlrohr zu halten werden drei Mann benötigt. Jedoch ist es möglich, mit Hilfe eines Stützkrümmers (siehe unten) auch ein B-Strahlrohr mit zwei Mann zu halten. |
| C-Rollschlauch
C-Rollschläuche haben eine Länge von 15 Metern. Sie lassen sich im ungefüllten Zustand falten und rollen. Man unterscheitet C-Schläuche mit einem Innendurchmesser von 42 mm (C 42) und 52 mm (C 52). Sie dienen in der Regel als Zuleitung zum Strahlrohr oder Sonderrohr (z.B. Schaumrohr siehe unten). |
| B-Rollschlauch
B-Rollschläuche haben eine Länge von 5, 20 oder 35 Metern. Sie lassen sich im ungefüllten Zustand falten und rollen. Der Innendurchmesser beträgt 75 mm. Sie dienen in der Regel als Zuleitung zum Fahrzeug oder zum Verteiler (siehe unten). 5 Meter B-Schläuche bezeichnet man als Füllschläuche. 35 Meter B-Schläuche dienen als Zuleitung auf Drehleitern. |
| B-Schlauch und C-Schlauch
Hier sind nochmal ein B- und ein C-Schlauch nebeneinander abgebildet, um den Grössenunterschied zu verdeutlichen. |
| A-Saugschlauch
Saugschläuche dienen der Feuerwehr dazu, Wasser aus offenen Gewässern oder Zisternen zu entnehmen. Sie sind formstabil. A-Saugschläuche gibt in den Längen 1600 mm (Gewicht max. 14 kg) und 2500 mm (Gewicht max. 20,3 kg). Der lichte Weite beträgt beim A-Saugschlauch 110 mm. |
| C-Schlauchtragekorb
Mit Hilfe eines Schlauchtragekorbes kann ein einzelner Feuerwehrmann mehrere Schläuche allein auslegen. Dazu öffnet er nur den Klettverschluss (im Bild oben rechts) und kuppelt den Schlauch fest. Danach geht er mit dem Tragekorb zur Einsatzstelle. Dieses Verfahren eignet sich auch gut, um in Treppenhäusern Schläuche zu verlegen. Es gibt diese Tragekörbe für B- und C-Schläuche. |
| Verteiler
Der Verteiler dient dazu, eine Schlauchleitung auf mehrere, getrennt schaltbare Leitungen zu verteilen. Auf dem Bild ist ein B-CBC Verteiler mit Kugelhahnverschluss zu sehen, was bedeutet, dass ein B-Eingang (unten im Bild) auf einen C-Ausgang links und rechts sowie einen B-Ausgang in der Mitte verteilt werden. Die Reihenfolge, in der Schläuche an die Ausgänge angeschlossen werden ist links, rechts, mitte. Ausnahme bilden jedoch immer Sonderrohre wie zum Beispiel das Schaumrohr. Sie werden immer in der Mitte angeschlossen. |
| Stützkrümmer
Stützkrümmer dienen zum Ableiten der Rückkraft des Wasserstrahles von B-Strahlrohren über die Schlauchleitung zum Boden. Das bedeutet, dass mit Hilfe eines Stützkrümmers eine Teil der Kraft in Richtung Boden gelenkt wird und so ein B-Strahlrohr mit zwei Mann gehalten werden kann. Eine weitere Verwendung findet der Stützkrümmer bei der Verlegung von Leitungen über scharfe Kanten sowie beim Aufbau eines Werfers. |
| Mittelschaumrohr
Schaumrohre dienen dazu, das ankommende Wasser-Schaummittelgemisch mit Luft zu vermengen. Hierdurch entsteht der eigentliche Schaum. Mittelschaumrohre haben eine Wurfweite von ca. 6-9 Metern. Schaum wird zum Beispiel zum Bekämpfen von Flüssigkeitsbränden wie Benzin etc. eingesetzt. Jedoch kann er auch als Netzmttel genutzt werden, um im Sommer einen Strohballenbrand effektiver zu bekämpfen. |
| Schwerschaumrohr
Schwerschaumrohre haben eine höhere Wurfweite wie Mittelschaumrohre. Ihr erzeugter Schaum hält sich länger und kann so gut als Schaumteppich, der lange halten soll, genutzt werden. Die Wurfweite beträgt ca. 12-15 Meter. |
| Zumischer
Ein Zumischer mischt dem Wasser eine bestimmte Menge Schaummittel bei. Man kann Zumischraten von 0 - 5 % einstellen. Über den gelben Schlauch wird das Schaummittel aus dem Kanister angesaugt. |
| Standrohr und Unterflurhydrantenschlüssel
Das Standrohr dient der Wasserentnahme aus dem öffentlichen Leitungsnetz. Hiermit kann die Feuerwehr innerhalb einer Ortschaft (oder auch z.B. eines Industriegebietes) Wasser entnehmen. Der Unterflurhydrantenschlüssel (auch Standrohrschlüssel genannt) dient zum Öffnen des Deckels und zum Auf- und Zudrehen der Wasserversorgung. Eine Bitte: Achten Sie beim Abstellen Ihres Fahrzeuges darauf, dass Sie keinen Unterflurhydranten zu stellen. Dies kann bedeutende Sachwerte aber auch im schlimmsten Fall Menschenleben gefährden !! |
| Kiste Wasserentnahme offenes Gewässer
Dies ist eine eigene Entwicklung der Feuerwehr Föhren. Hier haben wir alle Kleinteile, die zur Wassentnahme aus einem offenem Gewässer benötigt werden, in einer Kiste zusammengefasst. Enthalten sind eine Ventilleine, eine Halteleine, zwei Kupplungsschlüssel, ein Schmutzfangsieb und ein Saugkorb A. |
| Kiste Wasserentnahme Unterflurhydrant
Dies ist ebenfalls eine Eigenentwicklung der Feuerwehr Föhren. Hier sind nun alle Teile zusammengefasst, die wir für eine Wasserentnahme aus dem Unterflurhydrant benötigen. Dies sind ein Sammelstück A - 2 B, ein Füllschlauch B 5m und ein Überdruckventil. Der Kupplungsschlüssel für das Sammelstück ist am Pumpenbedienstand im Heck des Fahrzeuges gelagert. |
| Feuerlöscher P 12
Natürlich haben wir auch einen Feuerlöscher auf unseren Fahrzeugen. Im Bild zu sehen ist ein P12 ABC, das heißt ein Pulverlöscher mit 12 kg Inhalt, das in den Brandklassen A, B und C verwendet werden kann. Diese Löscher haben wir auch als P6, d.h. mit 6 kg Pulver auf dem Auto. Verwendet werden diese nur zum Ablöschen von Kleinbränden. |
| Feuerwehraxt und Beil
Diese Gerätschaften dienen zum Aufbrechen von Türen oder auch zum Einschlagen von Fenstern, um so eine bedrohliche Situation zu entschärfen. Das Feuerwehrbeil ist an dem Feuerwehrgurt befestigt, welcher jeder Angriffstruppmann trägt. Die Feuerwehraxt ist auf dem Fahrzeug gelagert. |
| Rettungsmesser
Dieses speziell für Feuerwehren entwickelte Rettungsmesser wird von immer mehr Feuerwehrangehörigen mitgeführt. Es dient zum durchtrennen von Seilen oder auch zum Aufschneiden einer Windschutzscheibe eines PKW´s nach Verkehrsunfall. Des weiteren ist am Griffende ein Körner zum zerstören von Glasscheiben angebracht. Die Wichtigkeit dieser Messer wird deutlich, wenn man berücksichtig, dass hiermit der Tod eines Kölner Berufsfeuerwehrmann, welcher sich unter Atemschutz in eine Leine verfing, vermutlich zu verhindern gewessen wäre. Daraus folgt auch, dass überwiegend die Atemschutzträger mit diesem Messer ausgestattet sind. |
| Strahlerbrücke
Diese Strahlerbrücke kann zwei Scheinwerfer sowie einen Dreifachstecker aufnehmen. Bei uns sind hierrauf zwei 1000 Watt Halogenstrahler befestigt. Der Dreifachstecker lagert in der Mitte der Brücke, d.h. in der Tragevorrichtung. Die Brücke kann direkt komplett auf einem Stativ befestigt werden. |
| Pressluftatmer
Pressluftatmer (PA) dienen dem Schutz der Feuerwehrangehörigen vor giftigen Gasen und Rauch. Sie gehören zu der Gruppe der umluftunabhängigen Atemschutzgeräte. Bei der Feuerwehr Föhren werden hierzu Überdruck-PA genutzt, was bedeutet, dass auch bei einer leicht undichten Maske aufgrund des herrschenden Überdruckes kein Rauch eindringen kann. Diese Technik bedeutet einen klaren Sicherheitsfortschritt. Zum tragen dieser Geräte muss eine spezieller Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger besucht werden. Er bereitet den Feuerwehrangehörigen auf einen der wohl schwersten und auch gefährlichsten Einsatzmöglichkeiten im Feuerwehrwesen vor. Hierzu zählt auch eine spezielle zusätzliche ärztliche Untersuchung, die G 26. Die erste Atemschutzträgerin der Verbandsgemeinde Schweich stammt übrigens aus der Feuerwehr Föhren. |
| Hitzeschutzanzug
Der Hitzeschutzanzug schützt vor extremer Hitzestrahlung. Er wird zusätzlich zur normalen Schutzkleidung angezogen und besteht aus einem wärmebeständigen, silber beschichtetem Material. In der Regel wird hierunter auch ein Pressluftatmer getragen. Die Oberfläche ist mit einer nach innen wirkenden Dampfsperre ausgestattet. Jedoch dürfen diese Hitzeschutzanzüge nicht direkt Flammen ausgesetzt werden. Im Bild zu sehen ist die Form II, welche aus einem Mantel und Handschuhen mit langen Stulpen besteht. |
| Dies stellt momentan (Stand 09.08.2001) einen Teil der Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr dar. Wir werden nach und nach diese Rubrik ergänzen und erweitern. Bei Fragen und Anregungen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung (Mail an Info@FFw-Foehren.De). |
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